Studierendenwettbewerb
in Zusammenarbeit der DGLR mit dem Dornier Museum Friedrichshafen

Neue Nachmeldefrist bis zum 16.04.2018

Aus Anlass des Jubiläums "50 Jahre Do 31" veranstaltet das Dornier Museum Friedrichshafen, zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR), eine Programmserie, welche die Bedeutung der Senkrechtstarttechnologie aufzeigt und vor allem auch unsere Unternehmen und unseren Ingenieursnachwuchs zu weiteren Innovationen anspornt.

Mit Hilfe der Senkrechtstarttechnologie wurde die deutsche Luftfahrtindustrie vor 50 Jahren zu einem begehrten und gleichberechtigten Partner für die europäischen militärischen und zivilen Programme. Die Entwicklung und der Bau der Do 31 ist ein bis heute unerreichter Meilenstein, die Ergebnisse der deutschen Ingenieurskunst von damals zählen bis heute zu den Superlativen der Luftfahrtgeschichte. Teilentwicklungen und Innovationen, u. a. in den Bereichen Werkstoffe, Bauweisen, Aerodynamik, (Elektro-)Antrieb, Flugsteuerung, Lärmentwicklung, Emission, machen es heute möglich, Senkrechtstartflugverkehr ökonomisch und operativ neu zu denken und zu bewerten.

In Zukunft werden sich in Einzelbereichen neue Anwendungsmöglichkeiten für die Senkrechtstarttechnologie ergeben. „Aus der Vergangenheit lernen, mit Blick in die Zukunft das Machbare für die Gegenwart entwickeln ...“ das ist der Kern der deutschen Industrie und Wirtschaft, den es für unsere Zukunftsfähigkeit zu pflegen und zu erhalten gilt. Die Senkrechtstarttechnologie am Beispiel der Do 31 zeigt dies musterhaft.

Die Programmserie am Veranstaltungsort Dornier Museum Friedrichshafen umfasst im April 2018 die Eröffnung einer Sonderausstellung (Dauer bis Oktober 2018) und eine Zukunfts-Symposium zur Senkrechtstarttechnologie. Im August 2018 findet in Verbindung mit den Do Days ein Modellflug Fly In von Semi-Scale Senkrechtstartmodell-Nachbauten statt und wird mit der Verleihung des DGLR/Dornier Senkrechtstart-Innovationspreises zum DLRK Gesellschaftsabend im September 2018 abgeschlossen.

50 Jahre Do 31

50 Jahre Do 31


50er-Jahre
- Die NATO formuliert militärische Forderungen für senkrecht startende Flugzeuge. Diese sollen nicht auf große, verwundbare Flugplätze angewiesen sein, sondern von kleinen, auch kurzfristig vorbereiteten Plätzen aus operieren.

April 1959 - Die Bundeswehr stellt Forderungen nach einem senkrecht startenden und landenden Transportflugzeug auf. Das Do 31-Programm – das damals ehrgeizigste deutsche Experimentalprogramm im Luftfahrbereich – startet.

1965 -
Die Forderungen seitens der Auftraggeber ändern sich von Senkrecht- auf Kurzstart. Der Entwicklungsauftrag wird auf ein reines Experimentalflugzeug reduziert. Ab diesem Zeitpunkt heißt die Maschine Do 31 E (E = Experimental).

Juli 1963 - Beginn des Experimentalprogramms. Im Anschluss daran werden Versuche mit zwei fliegenden Attrappen fortgesetzt, dem "Reglerversuchsgestell" (RVG) und dem "Großen Schwebegestell" (SG).

April 1964 - Das "RVG" hebt erstmalig im freien Flug ab.

Januar 1967 - Das "SG" startet zu seinem ersten Freiflug. Die aus diesem Versuchsgerät gewonnenen Erfahrungen führen zu einigen Änderungen an der Auslegung mehrerer Systeme der Do 31 E3.

Februar 1967 - Die Do 31 E1 hebt zu ihrem Erstflug ab. Sie ist rein für die Erprobung des aerodynamischen Flugbereichs vorgesehen. Auch Versuche, die direkt mit dem Senkrechtstart zu tun haben, werden durchgeführt.

 


Juli 1967
- Die Do 31 E3 erhebt sich in Oberpfaffenhofen zum ersten Mal im Schwebeflug in die Luft. Pilot ist Drury Wood, Co-Pilot Franz Roedel.

Februar 1968 - Erste VTOL-Platzrunde der Do 31 E3 mit Senkrechtstart, vollen Transitionen und Senkrechtlandung.

1968 - Die Do 31 E3 wird mit großem Erfolg auf der ILA (Internationale Luftfahrtausstellung) in Hannover der Öffentlichkeit vorgeführt.

Mai 1969
- Auf dem Flug zum Aérosalon nach Paris-Le Bourget stellt die Do 31 E3, geflogen von Drury Wood und Dieter Thomas, einige von der FAI anerkannte Rekorde in der Klasse für Senkrechtstarter(H) auf. Einige dieser Rekorde haben heute noch Bestand.

1969 - Die bundesdeutsche Regierung und die Lufthansa geben eine Ausschreibung für ein senkrecht startendes und landendes Transport-/Verkehrsflugzeug mit einer Beförderungskapazität von 80 bis 100 Passagieren heraus. Dornier beteiligt sich erfolgreich an der Ausschreibung mit den Entwürfen Do 131 und Do 231.

70er-Jahre - Die bisher gültige westliche Verteidigungsdoktrin der "massiven Vergeltung" wird durch die Idee der "flexiblen Antwort" abgelöst. Die V/STOLProgramme laufen Anfang der 70er Jahre aus.